Unternehmensrestrukturierung & -sanierung BB
Jetzt
Bewerben

Sanierungskonzepte nach deutschem Insolvenzrecht II

Niveau der Lehrveranstaltung/des Moduls laut Lehrplan

Master

Lernergebnisse der Lehrveranstaltung/des Moduls

Studierende sind nach erfolgreicher Absolvierung der LV in der Lage, insbesondere die gesetzlichen Neuerungen der deutschen Insolvenzordnung durch das ESUG und die damit verbundenen Sanierungsmöglichkeiten zu interpretieren.

Voraussetzungen laut Lehrplan

keine Angabe

Lehrinhalte

Mit dem ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat der deutsche Gesetzgeber die Möglichkeiten der Einflussnahme der Gläubiger auf das Insolvenzverfahren durch das Instrument des vorläufigen Gläubigerausschusses erweitert. Es sollen hierbei die Wirkungsweise eines Gläubigerausschusses einschließlich der damit verbundenen, weitreichenden Konsequenzen auf die Bestellung des (vorläufigen) Insolvenzverwalters aufgezeigt werden. Die Verfahrenssteuerung und –transparenz ist aus Beteiligtensicht entscheidend verbessert worden.

Aus Schuldnersicht bzw. der Sicht des Managements (und Gesellschafter) ist die Eigenverwaltung durch das ESUG maßgeblich gestärkt worden. Sie erfährt durch die Regelungen der §§ 270 a und 270b InsO im Eröffnungsverfahren eine Ausprägung, die es dem Management erlaubt, die Vorteile des Insolvenzverfahrens für die Zwecke der Sanierung und Restrukturierung zu nutzen, ohne das Heft aus der Hand geben zu müssen. Zu diesen beiden Ansätzen werden die Voraussetzungen sowie die damit verbundenen Wirkungen im Detail erläutert. Sie werden – so die Prognose – bereits in der nahen Zukunft eine erhebliche Bedeutung in der Landschaft der Sanierungs- und Restrukturierungsberatung erfahren.

Weiter werden die Unterschiede zwischen Insolvenzplan zu einer übertragenden Sanierung sowie die Inhalte eines Insolvenzplans erörtert. Schwerpunkte werden an dieser Stelle auf die Gruppenbildung und die damit geschaffene Möglichkeit strategischer Überlegungen gelegt. Aber auch und besonders die Interessenlage der Planbeteiligten im Allgemeinen sind wichtige Bestandteile für die Vorüberlegungen und die Ausgestaltung eines Plans. Hierzu gehört auch der Begriff der „Opfersymetrie“, die besagt, dass Sanierungsbeiträge nicht nur von den Insolvenz- und Absonderungsgläubigern erwartet werden dürfen, sondern mindestens und ebenso von den Gesellschaftern selbst zu erbringen sind, indem diese entweder neues Kapital einbringen oder Teile ihrer Geschäftsanteile zur Verfügung stellen.

empfohlene Fachliteratur

George Michael, Klöckner Thomas & Wazlawik Thomas (2013) Rechtliche Anforderungen an ein Sanierungsgutachten in Deutschland. In: Exler, Markus (Hrsg.) Restrukturierungs- und Turnaround-Management, S.393-409, Berlin,
Hamburger Kommentar zur InsO, 2012
Frankfurter Kommentar zur InsO, 2011
Frind, F. (2011). Die Praxis fragt, ESUG antwortet nicht, Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht, H. 50, S. 2249 ¿ 2261
Seeburg, D. & Böhmer, M. (2011). Debt-to-Equity-Swap nach § 225a InsO, Zeit-schrift für das gesamte Insolvenzrecht, H. 43, S. 1927-1941
Römermann, V. (2012). Neue Herausforderungen durch das ESUG, GmbH-Rundschau, S. 421-415
Göb, M. A. (2012). Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen, Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht, S. 371-377

Bewertungsmethoden und -kriterien

LV-abschließende schriftliche Prüfung in Form einer Klausur oder Hausarbeit

Unterrichtssprache

Deutsch

Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits

3

geplante Lehr- und Lernmethoden

Vortrag, Gruppenarbeit, Präsentation und Diskussion von Aufgaben

Semester/Trimester, in dem die Lehrveranstaltung/das Modul angeboten wird

4

Semester-Wochen-Stunden (SWS)

1

Name des/der Vortragenden

Prof. (FH) Dr. Markus W. Exler

Studienjahr

2.Studienjahr

empfohlene optionale Programmeinheiten

keine Angabe

Kennzahl der Lehrveranstaltungen/des Moduls

B.RE3.2

Art der Lehrveranstaltung/des Moduls

Pflichtfach (Integrierte Lehrveranstaltung)

Art der Lehrveranstaltung

Präsenzveranstaltung

Praktikum/Praktika

nicht zutreffend