Aktuelle Trendthemen wie Smart Cities & Homes werden an der FH Kufstein Tirol erforscht und gelehrt.
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Symbolbild für Smart Cities & Homes.

Smart Cities & Homes aus Forscherblick

26.08.2020 | Research
Die FH Kufstein Tirol fokussiert die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In den Studiengängen Facility- & Immobilienmanagement und Energie- & Nachhaltigkeitsmanagement erhalten Studierende praktische Einblicke in aktuelle Trendthemen wie Smart Cities.

Sabrina Eitzinger, MA ist Hochschullehrerin an der FH Kufstein Tirol und im Institut für Facility Management & Immobilienwirtschaft, Energie tätig. Durch ihre Funktion im Forschungs- und Lehrbereich befasst sie sich mit aktuellen Projekten. Als Expertin lehrt sie den Bachelor- und Masterstudierenden das Thema Smart Cities & Homes im ganzheitlichen Kontext, kombiniert mit Inhalten wie Nutzer:innenzufriedenheit und fokussiert hierbei aktuelle Trendthemen. Im Interview gibt sie einen Einblick in die aktuellen Forschungen und Herausforderungen.

Welche Trendthemen wurden vom Institut für 2020 festgelegt?

Im Rahmen des diesjährigen Kufsteiner WinterCongress wurden im Hinblick auf Smart Cities wichtige Themen wie die Digitalisierung im Kontext von Immobilien ausgeführt. Dabei wurde das Spannungsfeld zwischen Mensch & Digitalisierung von den Expert:innen diskutiert.

Welche Herausforderungen bieten Smart Cities?

Ein großer Teil von Smart Cities sind Gebäude, die über Smarthome-Systeme verfügen und somit aus Immobilien effiziente und nachhaltige bzw. sogenannten smarte Gebäude machen. Das Institut befasst sich mit den Herausforderungen und Fragestellungen rund um das Thema. Hierzu findet die Betrachtung von Smart Cities ganzheitlich statt, um eine Stadt in allen Bereichen so nachhaltig, effizient und zukunftsfähig wie nur möglich ausrichten zu können. Erforscht werden hierfür smarte Energiesysteme, die technischen Anforderungen und Sensorik in Gebäuden sowie der nachhaltige Betrieb bis hin zur Stadtplanung. Dazu gehören die Einbeziehung der technischen, sozialen und ökologischen Faktoren sowie die ökonomischen Aspekte. Smarte Gebäude verfolgen das Ziel, eine optimierte Umgebung mit Einsparpotentialen zu schaffen, indem Haushaltsgeräte und Gebäudeinstallationen unter Analyse der Netzauslastungsdaten energieeffizient eingesetzt werden, jedoch zugleich individuell durch den Faktor Mensch steuerbar bleiben.

Welche Forschungen werden aktuell verfolgt?

Die Studiengänge Facility- & Immobilienmanagement (mehrfache Auszeichnungen von wissenschaftlichen Arbeiten durch die Fachverbände FMA und IFMA Austria) wie auch Energie- & Nachhaltigkeitsmanagement befassen sich mit zahlreichen Themen rund um Smart Cities und deren Bestandteile.

Seit 2019 befasst sich das Institut innerhalb eines Leuchtturmprojekts, finanziert aus der Digitalisierungsoffensive des Landes Tirol, mit der Konnektivität zwischen Smart Meter und Smart Home. Dank dieser Kombination kann die Nutzung von Smarthome-Systemen auf den aktuellen Netzzustand angepasst werden. Somit findet die Stromnutzung energieeffizient und zugleich zum Vorteil der Kund:innen sowie für die Energieversorger und Netzbetreiber statt. Im Rahmen von Abschlussarbeiten befassen sich Studierende ebenfalls mit wichtigen Themen im Bereich von Smart Cities. Erst kürzlich hat ein Energiewirtschaft-Absolvent in seiner Bachelorarbeit eine maßgeschneiderte E-Mobilität Analyse für den Bezirk Kufstein erstellt (Link). Dabei wurden der Status Quo sowie die Herausforderungen und Zukunftschancen der Elektromobilität herausgearbeitet. Die nun vorliegenden Ergebnisse der Arbeit sollen später auch im Tiroler Unterland eingesetzt werden.

 

Sabrina Eitzinger, MA ist als Hochschullehrerin in der Forschung und Lehre an der FH Kufstein Tirol tätig.