Geschäftsführer Stadtwerke Kufstein Wolfgang Gschwentner, Bertram Zöllner von der DLR GfR mbH, Geschäftsführerin Regionalmanagement KUUSK Mag. Melanie Steinbacher, BA und der Rektor der FH Kufstein Tirol Mario Döller bei der Präsentation der Studienergebnisse
Geschäftsführer Stadtwerke Kufstein Wolfgang Gschwentner, Bertram Zöllner von der DLR GfR mbH, Geschäftsführerin Regionalmanagement KUUSK Mag. Melanie Steinbacher, BA und der Rektor der FH Kufstein Tirol Mario Döller bei der Präsentation der Studienergebnisse

Drei Projekte bereiten die Zukunft autonomer Mobilität in Kufstein vor

14.12.2018 |
Forschung
In einer von der LEADERregion KUUSK geförderten Studie haben die DLR GfR mbH, die FH Kufstein Tirol und die Stadtwerke Kufstein gemeinsam mögliche Anwendungen Autonomer Mobilität im Raum Kufstein untersucht. Drei Folgeprojekte setzen jetzt erste Maßnahmen um.

Im Bezirk Kufstein steckt großes Potential für die Erforschung und insbesondere auch die Anwendung automatisierter und autonomer Mobilität in viele Bereichen: im Straßenverkehr genauso wie in der Landwirtschaft oder in der Luft. In einer LEADER-geförderten Machbarkeitsstudie haben die FH Kufstein Tirol, die DLR Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) mbH und die Stadtwerke Kufstein die Voraussetzungen für die konkrete Untersuchung derartiger Anwendungen geschaffen. Sie haben die technischen Anforderungen erhoben und Validierungsregionen eruiert. Gerade die geografische Varianz zwischen Tal, Bergen, Fluss und Land macht die Region Kufstein als Vorbild attraktiv. Zusätzlich sind bereits bestehende Komponenten für eine digitale Infrastruktur für den autonomen Verkehr vorhanden.

„Für die Zukunft des Bezirks Kufstein bietet die Erforschung Autonomer Mobilitätssysteme eine große Chance. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern leistet die FH Kufstein Tirol hier einen entscheidenden Beitrag“, zeigt sich Bezirkshauptmann HR Dr. Christoph Platzgummer begeistert.

Untersuchung von automatisiertem Fahren und Drohnenflügen

Das vom Land Tirol geförderte Leuchtturmprojekt bringt vier starke Partner zusammen. Neben der FH Kufstein Tirol und der DLR GfR mbH haben sich die SWARCO AG und die Technische Universität (TU) Graz der Untersuchung Autonomer Mobilität angeschlossen. Im kommenden Jahr wollen die Partner eine mobile Infrastruktur aufbauen, um konkrete Anwendungen, wie Drohnenflüge oder automatisiertes Fahren, prüfen zu können. Außerdem ist die Präsentation einer allgemeingültigen technologischen Grundlage für sichere Mobilitätsangebote Ziel des Projekts.

Ein konkreter Anwendungsfall ist die Analyse des Straßenverkehrs mit Drohnen. „Gemeinsam möchten wir auch regional ansässige Unternehmen und Organisationen mit der Infrastruktur unterstützen. Der Bezirksfeuerwehrverband Kufstein und die Stadtwerke Kufstein haben schon Interesse bekundet“, erklärt der Projektleiter und Rektor der FH Kufstein Tirol Prof. (FH) Mario Döller. Prof. Christian Arbinger, Leiter der Abteilung Navigation Services bei der DLR GfR mbH ergänzt: „Unsere Priorität liegt auf einem schlüssigen, ganzheitlichen Sicherheitskonzept. Dafür bringen wir unsere Erfahrungen mit Vorgehensweisen der Flugsicherung ein, die seit Jahrzehnten helfen, Fluggäste sicher an ihr Ziel zu bringen“. „Wir unterstützen das Projekt als Partner mit dem Ziel, die neue Mobilität in einer digitalen Infrastrukturumgebung sicher und nutzerorientiert für die Region Kufstein voranzutreiben“, so Andreas Schmid, Head of Research & New Technologies von der SWARCO AG.

DataKMU – Data Science für die Wirtschaft (Interreg AUT-BAY)

In einem weiteren Folgeprojekt der Machbarkeitsstudie will die FH Kufstein Tirol Wirtschaft und Industrie vernetzen und einen Wissenstransfer unter anderem im Bereich Mobilität gewährleisten. Als Partner sind beteiligt die FH Vorarlberg mit WISTO Vorarlberg, die Hochschule Kempten mit Bayern Innovativ, die FH Kufstein Tirol mit der i.ku – Innovationsplattform Kufstein und der Standortagentur Tirol, die FH Salzburg und die Universität Salzburg mit der ITG Salzburg sowie die Universität Passau mit dem INN.KUBATOR.

Drone-Center an der Fachhochschule

Die Tiroler Wissenschaftsförderung unterstützt die FH Kufstein Tirol außerdem beim Ankauf von Drohnen und dem Einsatz in der Lehre sowie der Evaluierung von Anwendungsfällen. „Um eine Forschungs- und Lernumgebung für Studierende WissenschaftlerInnen zu schaffen, möchten wir das erste Drone-Center in Westösterreich an der Fachhochschule einrichten. Hier orientieren wir uns am Beispiel der TU Graz, die so etwas bereits realisiert hat“, so FH-Rektor Döller.

Links zu den Förderern

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

LEADER

Europäische Union

EFRE